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Hanauer Marketing Verein zur Stadtentwicklung

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Stadt zum anmachen

Mittwoch, 11. Juni 2008

Der Hanau Marketing Verein stellt seine "Stadt zum anmachen" vor


ALLGEMEINES

Der HANAU-MARKETING-VEREIN betrachtet die Stadtentwicklung Hanaus als Ganzes und trennt sich daher vom Schwerpunktdenken der vergangenen Jahre. Das bedeutet, dass nicht einzelne gebietsbezogene Schwerpunktlösungen, wie zum Beispiel ein Einkaufszentrum am Freiheits-platz oder die Projekte Kinzigbogen oder Postcarré genügen, um Hanau an sich – aber im Besonderen seine Innenstadt - zum „blühen“ zu bringen. Vielmehr ist es wichtig, alle Stadtgebiete in diese Entwicklung mit einzubeziehen und dies sowohl in kommerzieller, als auch und insbesondere in kultureller Hinsicht. Denn „Eine Stadt zum Anmachen“ bedeutet aus Sicht des HANAU-MARKETIN-VEREINS, dass sich die Bürger einer Stadt in eben dieser wohl fühlen und sich begegnen können. „Eine Stadt zum Anmachen“ ist aber auch eine Stadt zum Verweilen – und somit eine Stadt, von der andere sagen: „Da muss man mal hinfahren, da ist es interessant und da ist es schön!“ Wenn die Hanauer Stadtentwicklung mittel- und langfristig unsere Stadt nach diesen Kriterien verwandelt, wird Hanau zukünftig ein Ambiente bieten, dass unsere Bürger und unsere Gäste zum „Erlebniseinkaufen“, zum Wohlfühlen und zum Verweilen annehmen werden.

Der HANAU-MARKETING-VEREIN wird diese Entwicklung nicht nur beobachten, sondern mit seinen Mitteln und Ideen fördern und mitgestalten. In diesem Sinne sieht sich der HANAU-MARKETING-VEREIN als Partner von Bürgern und Politik.

Das bedeutet: In Erwartung der mittel- und langfristigen Bau- und Gestaltungsmaßnahmen der Stadt Hanau und der Investoren, wird sich der Hanauer Einzelhandel an einer Vielzahl von Initiativen und Veranstaltungen beteiligen, aber auch Veränderungen mittragen – und sich so schon frühzeitig auf eine „Stadt zum Anmachen“ einstellen!

EINZELHEITEN DES GANZEN:

1. PARKEN und VERKEHR


Verkehr darf nicht behindern! Verkehr muss Kommerz und Kultur fördern! Zur Zeit aber behindert insbesondere der Öffentliche Nahverkehr beides.


Der Öffentliche Nahverkehr in seiner derzeitigen Form behindert ein positives Einkaufsgefühl in der Hanauer Innenstadt erheblich. Innerstädtischer Busverkehr und der angestrebte „Erlebniseinkauf“ finden auf ein und derselben Einkaufsmeile statt, insbesondere in der Fußgängerzone Nürnberger Straße und der Fahrstraße. Diese Situation ist mit dem Bestreben ein positives Einkaufsgefühl für die Hanauer Innenstadt zu erwirken absolut unverträglich.

Andererseits sind es die PKW’s und die Busse, die den Käuferstrom in die Stadt bringen. Diese Grunderkenntnisse müssen bei allen künftigen Entscheidungen über die innerstädtische Verkehrsführung und der Schaffung von Parkräumen berücksichtigt werden!

Unter dieser Problematik ergibt sich die Frage, ob ein zukünftiger zentraler Busbahnhof nicht am Hauptbahnhof oder am Westbahnhof bzw. dem kommenden Stadtbahnhof der Nordmainischen-S-Bahn besser angesiedelt wäre. Oder sollte er doch am Freiheitsplatz verbleiben, jedoch notwendigerweise in völlig anderer Form. In Verbindung mit einer zukünftigen Tiefgarage könnte die Verlegung des Busbahnhofes unter den Freiheitsplatz eine attraktive Lösung bieten. Durch große Öffnungen zur Platzoberfläche könnte Licht in den Bahnhof gebracht werden – sicherlich ein architektonischer Blickfang der besonderen Art. Und der Platz vor dem (Noch-)Behördenhaus stünde zur Gestaltung frei. Geschäftsansiedlungen im Bereich dieses Busbahnhofes wären denkbar, was ein besonderes Ambiente schaffen würde.


Natürlich müssen die Parkhäuser verkehrstechnisch bestmöglich erreichbar sein, um somit Besuchern aller Bereiche der Stadt das Parken zu ermöglichen. Der Öffentliche Nahverkehr jedoch könnte beispielsweise in einem Ringverkehr um die Innenstadt geleitet werden und müsste NICHT zwingend durch deren Mitte führen. Diese Option sollte, auch aus Sicherheitsgründen, auf jeden Fall näher geprüft werden!


Erkenntnis: Verkehr muss unsere Plätze erreichbar machen – aber Verkehr darf unsere Plätze nicht verstellen!


2. HANAUS SCHÄTZE: SEINE PLÄTZE

Nur wenige Städte haben so schöne Plätze aller Größen im Angebot wie Hanau. Es wird darauf ankommen diese Plätze nicht zu verbauen, sondern mit Leben zu füllen. Und zwar jeden Platz nach Lage und Größe individuell mit eigenem Charakter.

So sollte der SCHLOSSPLATZ vor dem CPH zu einem Blickfang für Besucher und Hotelgäste umgestaltet werden, wobei wir vom Umbau des Kanzleigebäudes (Stadtbücherei) zu einem Hotel ausgehen. Auch wäre hier ein Anbau denkbar.


Der FREIHEITSPLATZ als größter Platz unserer Stadt, könnte neben einem kleinen Einkaufszentrum zu einer Stätte verschiedenster kultureller Angebote entwickelt werden. So wäre z. B. ein kleines Amphitheater denkbar, Spielflächen für Erwachsene, Räume für Musik, Clowns und Bühnengruppen, ausreichend Sitz- und Begegnungs-Gelegenheiten und natürlich Bäume, Bäume, Bäume.

Ob dann die Gebäudeflucht des derzeitigen Finanzamtes zur Stadtbiblio-thek, zum Brüder-Grimm-Zentrum oder gar einmal zu einer sich seit vielen Jahren im Gespräch befindlichen Fachhochschule werden kann, wird vielleicht der Wettbewerbliche Dialog erbringen.

Wir sind der Meinung: Ein Campus mitten in der Stadt! Das brächte Leben!


Unser MARKTPLATZ – die „Gute Stube“ Hanaus. Hier treffen sich die Bürger täglich. Außerdem findet an dieser Stelle zweimal in der Woche einer der schönsten Wochenmärkte Hessens statt. Was liegt da näher, als rundum Stätten der Gastlichkeit zu schaffen. Natürlich gehört ins Erdgeschoss des Rathauses endlich eine „Ratsstube“! Dort muss man gut essen und vielleicht auch mal dem Oberbürgermeister begegnen können, um mit ihm das ein oder andere Wort zu wechseln. Und das Cafe auf der Westseite des Platzes könnte sicherlich ein Pendant auf der Ostseite, vor der Galeria Kaufhof, vertragen.


Erkenntnis: Wo sich Bürger wohl fühlen – da kaufen Sie auch ein!


Die FRANZÖSISCHE ALLEE – mit der Niederländisch-Wallonischen Kirche ein Mittelpunkt der Hanauer Geschichte. Hier unterstützt der HANAU-MARKETING-VEREIN die städtischen Bestrebungen ein gehobenes Wohnquartier zu schaffen, die Autos unter den Platz zu befördern und den Bürgern unter Beibehaltung historischer Gegebenheiten einen Raum zum Atmen und zur Erholung zu schaffen.


Erkenntnis: Entspannte Bürger bleiben in der Stadt zum Einkaufen!

 

3. ERLEBNISEINKAUFEN – DIE FUßGÄNGERZONEN

Wenn die Busse die Innenstadt umfahren, die Autos in Parkhäusern und Tiefgaragen verschwunden sind, Grünanlagen und Bäume das Stadtbild beherrschen und die Gastlichkeit wieder Einzug in die Innenstadt hält, wird sich auch das starke Engagement des Hanauer Einzelhandels wieder lohnen. Die Angebotsvielfalt wird sich verändern, die Produktpalette wird sich erweitern – und die Fußgängerzonen werden endlich zum „Erlebniseinkaufen“ einladen!


Erkenntnis: Ambiente und Kultur fördern den Kommerz! NICHT UMGEKEHRT!

 

4. DIE NEUEN ZENTREN

Der HANAU-MARKETING-VEREIN sieht die kommenden Einkaufszentren KINZIGBOGEN und POSTCARRÉ dann als Bereicherung, wenn sie das Interesse von Besuchern und Kunden für Hanau UND seine Innenstadt wecken. Das bedeutet: Die Sortimente müssen innenstadtverträglich sein! Auch muss die Innenstadt von diesen Zentren aus gut erreichbar sein. Hier ist neben dem bestehenden Parkleitsystem in erster Linie ein gut funktionierender innerstädtischer Nahverkehr gefragt. Schnelle Busverbindungen in und aus der Innenstadt müssen in ausreichender Frequenz entsprechend eingerichtet werden. Sie müssen den Kunden somit einladen auch die Innenstadt zu besuchen.

Danach müssen sich die Investoren richten!

Unter Berücksichtigung der unter den Punkten 1 bis 4 beleuchteten Aspekte, möchte es der HANAU-MARKETING-VEREIN an dieser Stelle nicht versäumen nochmals anzumahnen, dass ein weiteres Einkaufszentrum auf oder am Freiheitsplatz nicht zwangsweise alle Probleme des innerstädtischen Einzelhandels lösen wird. Im Gegenteil müssen Grundsatzentscheidungen eines evtl. neuen Zentrums wie z. B. Gesamtgröße (Verkaufsfläche in m²) und Art der Bauweise (offen oder geschlossen) äußerst sensibel betrachtet und bewertet werden.

 

5. DIE ALTSTADT

Der HANAU-MARKETING-VEREIN betrachtet die Pflege und Förderung der Hanauer Altstadt, insbesondere des gastronomischen Flairs, des Altstädter Marktes und der Kultur des Deutschen Goldschmiedehauses als ein besonderes Anliegen – auch unter dem Aspekt der Bildung einer „Besucherbrücke“ vom CPH über die Altstadt bis in die Innenstadt!

 

6. DAS ENGAGEMENT DES HANAU-MARKETING-VEREINS

Wie unter dem Abschnitt ALLGEMEINES schon zugesagt, wird sich der HANAU-MARKETING-VEREIN dafür einsetzen, die Hanauer Einzelhändler zu einem weiteren Engagement zu ermutigen und so die Stadt Hanau in ihrem Aufbruch zu unterstützen. Mit einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen z. B. in den Bereichen Produktangebot, Außendarstellung der Einzelhändler (Schaufenstergestaltung), des Kundenservices (Regenschirmverleih, Parkrückvergütung, etc.) und vielem mehr wird der Einzelhandel seine Partnerschaft zu den Bürgern, zu seinen Kunden und zur positiven Entwicklung unserer STADT HANAU beitragen!


Der HANAU-MARKETING-VEREIN erhofft den weiterhin partnerschaft-lichen und guten Umgang mit der Stadt Hanau und deren politischen Verantwortlichen zu intensivieren. Nur gemeinsam, im Zusammenspiel zwischen Handel und Politik, wird sich eine Stadtentwicklung positiv durchführen lassen.

 


Hanau am Main, im Juni 2008

Für den HANAU-MARKETING-VEREIN

Gotthard Klassert
1. Vorsitzender

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Architekten- und Ingenieurverein Hanau eV
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63454 Hanau
c/o Dipl-Ing Ulrich Wagner