19.05.2012

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ho Geschichtsverein 090417

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Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V. zum Wettbewerblichen Dialog

ho 17.4.2009

Beitrag des Hanauer Geschichtsvereins in hanauonline.de

 


Botschaft:
- großes Potential für die zukünftige Stadtgestaltung und –entwicklung Hanaus,
- impliziert wegweisende Entscheidungen für zukünftige Generationen, die wohl bedacht sein wollen,
- nachwievor grundsätzliche konstruktiv-kritische Begleitung PRO durch den Verein,
- dankbar für Mitarbeit im Beirat,
- Wissen um Mitarbeit bei Entscheidungsfindung, Entscheidung trifft Politik.

Folgende Punkte sollten (weiterhin) Berücksichtigung finden (mehrere Anregungen wurden im WD-Verfahren von den Investoren bereits nachweisbar aufgenommen)

Schlossplatz:
- archäologische Untersuchungen bei Bodeneingriffen („Keimzelle der Stadt“)
- weiterhin öffentliche Nutzung des Kanzleigebäudes (durch Brüder Grimm-Kulturzentrum möglich), kein Hotel im Kanzleigebäude (da dann nicht mehr für alle öffentlich nutzbar)
- Sanierung des historischen Eingangsportals des Kanzleigebäudes
- Hotel auf alter Wohnbebauung schräg gegenüber (Carrée Schlossplatz / Graf Philipp Ludwig-Straße / Steinstraße / Louise Schröder-Straße)
- Sicherung von Spolien („Männchen mit den Ohren“ Steinstraße)
- Aufhebung des Parkplatzes zu Gunsten einer Tiefgarage
- Belebung des Platzes mit Grün und / oder Wasser
- Versetzung des Denkmals Güldenbronn vom Schlossgarten (?)

Altstädter Markt:
- Profilierung des Goldschmiedehauses
- Stärkung durch Kreativwerkstätten, Gastronomie, Cafés
- Installierung von sich zugewandten Sitzbereichen
- Sanierung noch vorhandener Spolien (Pumpenstock Graf Philipp-Ludwig-Straße)
- Reaktivierung des alten Ziehbrunnens mit Wasser
- Sicherung der Stadtmauerreste im Umfeld (Marktstraße, Höfe große Dechaneigasse)

Johanneskirchplatz:
- in Gesamtplanung mit aufnehmen
- Profilierung als Hof- und Grabeskirche der Grafschaft Hanau-Lichtenberg, aktives Gemeindezentrum
- historische Rekonstruktion der Turmhaube
- Begrünung des Platzes
- Sicherung der Stadtmauerreste

Freiheitsplatz:
- archäologische Untersuchungen (liegt auf Gebiet der Grenze zwischen Alt- und Neustadt, Stadtbefestigungen wurden Ende des 18. Jh. abgetragen bzw. zugeschüttet, Integration von Funden in einer „archäologischen Stadtbaustelle“, „archäologischen Promenade“, in „archäologischen Fenstern“)
- wassertechnische Untersuchung des unterirdischen Kinzigarmes = Fließwasser zu erwarten
- zurückhaltende Bebauung des Freiheitsplatzes mit möglichst viel Freiraum (Zitieren Baukörper Zeughaus, Wiederaufnahme des Stilelements der Esplanade, Grün und Wasser)
- Stadtbibliothek (als Solitär) auf Freiheitsplatz in Nähe des einstigen Geburtshauses der Brüder Grimm; Zusammenführen der Buchbestände Stadtbibliothek, Wetterauische Gesellschaft, von Stadtarchiv, landeskundlicher Abteilung, Schriftentausch des Geschichtsvereins = Bücher als Gesamtheit = Profilierung als (wissenschaftliches) „Portal Stadtgeschichte Hanau“
- Kino auf Platz des heutigen Central zur Betonung des Eingangs Marktstraße (ehemaliges Stadttor)
- Standort für Denkmal Moritz Daniel Oppenheim

Neustädter Markt:
- Profilierung des historischen Rathauses als Ausstellungsraum
- Schließung der nördlichen Häuserfront rechts und links vom Rathaus mit Gastronomie / Ausstellungsbereichen
- Entrümpelung des Platzes von Möblierungen der 60er bis 90er Jahre
- dezente Bebauung am Rand mit gastronomischer Nutzung / Marktbereichen
- Sicherung des historischen Ziehbrunnens, Reaktivierung mit Wasser

Französische Allee:
- Stärkung des Kulturdenkmals Wallonisch-Niederländische Kirche (nicht nur der Ruine mit Diakoniezentrum, sondern auch des Kirchenraums als Konzert- und Kulturzentrum)
- neue Wohnbebauung mit Tiefgaragen = archäologische Untersuchungen
- Transformation von Park- zu einem grünen Platz
- Profilierung des Graf Philipp-Ludwig-Denkmals
- Kunst am Bau / weitere Kunst im öffentlichen Raum (evtl. durch Wiederaufnahme der Überlegung einer „Neustadtsitzgruppe“ von Prof. Claus Bury)


Hanau, den 5.4.2009
Für den Vorstand:

Martin Hoppe

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Mittelstr 14
63454 Hanau
c/o Dipl-Ing Ulrich Wagner