19.05.2012

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ho Förderverein Bibliothek 090417

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Förderverein der Stadtbibliothek zum Wettbewerblichen Dialog

ho 17.4.09

Beitrag des Fördervereins Stadtbibliothek in hanauonline.de


Der Förderverein der Stadtbibliothek nimmt zum Wettbewerblichen Dialog
wie folgt Stellung:

Der Vorstand des Fördervereins der Stadtbibliothek LESEN & MEHR e. V.
hat die Präsentationen der vier Wettbewerbsentwürfe zur Umgestaltung
der Hanauer Innenstadt mit großem Interesse zur Kenntnis genommen und
beraten.
Alle Entwürfe widmen der zukünftigen Stadtbibliothek ein hohes Maß an
Aufmerksamkeit. Alle Standorte sind zentral und gut erreichbar. Alle
geplanten Flächen sind hinsichtlich ihrer Größe und Ausdehnung gut
geeignet um die Bibliothek hinsichtlich ihres Aufgabenbereiches deutlich
zu erweitern, sie zu einem Ort der Begegnung zu machen und mit ihren
Funktionen in das tägliche Leben aller zu integrieren.

Der Entwurf von 3W/ING+Jo Coenen & Co sieht ein Nebeneinander von
Kultur und Handel auf dem Freiheitsplatz vor und hat die Bibliothek bei
der Kultur angesiedelt. Die örtliche Nähe beider Bereiche ist jedoch so,
dass eine Durchlässigkeit beider Bereiche gewährleistet ist, die es den
einkaufenden Bürgern ohne große Umwege ermöglicht „ mal schnell“ in
der Bibliothek vorbei zuschauen. Wenn man, wie geplant in der Bibliothek
einen Kaffee trinken kann, um dabei eine Zeitung oder ein Buch zu lesen,
so ist eine gute Einbindung der Bibliothek in das Alltagsleben der
Bürger zu erwarten.

Der Vorschlag von ECE, Albert Speer & Partnern sieht den Platz der
Stadtbibliothek und dem Stadtarchiv in einem multifunktionalen Gebäude
zusammen mit Gastronomie und Einzelhandel. Hier soll das Stadtarchiv
zusammen mit der Bibliothek im zweiten Obergeschoss dieses Gebäudes
angesiedelt sein, das sich auf der Westseite des Freiheitsplatzes
gegenüber dem Karstadt Gebäude befinden soll. Auch diese Lösung
erfüllt alle Anforderungen, die an eine moderne Bibliothek zu stellen
sind.

Der Vorschlag von HBB Gewerbebau Projektgesellschaft sieht die
Errichtung eines Literatur-Quartiers vor, in das Stadtarchiv und die
Wetterauische Gesellschaft verlagert werden sollen. Die Bibliothek soll
dann im ersten Obergeschoss des Einkaufscenters am Freiheitsplatz
untergebracht sein. Auch diese Lösung trägt der Bedeutung der Bibliothek
Rechnung. Sie wäre ausweislich der Darstellung bei der Präsentation
gegenüber dem Kaufhaus Karstadt wie ein eigenständiges Gebäude
wahrnehmbar. Es sollte lediglich berücksichtigt werden, dass auch hier
ein gegenüber dem Einzelhandel getrennter Zugang möglich ist. Die
Öffnungszeiten des Einzelhandels und der Bibliothek sind sicher
unterschiedlich. Das Stadtarchiv und die Bibliothek sind in diesem
Vorschlag so ausreichend nahe beieinander, dass die bisherigen
Synergieeffekte (es müssen keine Bücher doppelt eingekauft werden)
beibehalten werden könnten.

Der Entwurf von MAB Development, der die Errichtung der Bibliothek auf
dem Marktplatz vorsieht, kann als revolutionär bezeichnet werden. Bei
genauerer Betrachtung ist festzustellen, dass der Platzbedarf dieses
Solitär-Lösung nicht so hoch ist, wie es im ersten Augenblick erscheint,
da die Zufahrt zur Tiefgarage in das Gebäude integriert wird. Hierbei
handelt es sich um eine größere Fläche, die dem Marktplatz sowieso nicht
zur Verfügung steht und daher mit diesem Gebäude optimal ausgenutzt
wird. Der einzige Wermutstropfen, der in dieser Lösung steckt, ist die
Tatsache, dass das Stadtarchiv von der Bibliothek getrennt ist.



Mit freundlichen Grüßen
Ernst Böttcher
2. Vorsitzender

 

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63454 Hanau
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