19.05.2012

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HA Glassen 090606

Massive Blockbebauung

HA 6.6.09

Leserbrief Yvonne Glassen, Gründau


 

Wenn die Platzgröße für die Stadt Hanau kein Kriterium ist, dann ist sie es jedoch für die Bürger von Hanau. Es kann doch wohl nicht sein, dass gar keine größere freie Fläche für zum Beispiel eine Begrüßung, Wasser, einen ansprechenden Busbahnhof oder für die Marktbeschicker (zum Beispiel an Weihnachten) mehr übrig ist.
Da werden vom OB Kaminsky stolz die Zahlen der Marktbesucher in Hanau genannt, und dann ist es plötzlich egal, wie viel Platz für die Markbeschicker noch übrig bleibt oder dass diese gar auf die Straße ausweichen sollen - so wurde mir auf meine Rückfrage hin von der Investorengruppe MAB im Congress Park Hanau geantwortet. Wer die IGHA-Veranstaltung am 6.Mai im CPH erlebt hat, hat ja nochmals alle Pläne der Investoren gesehen.
Da fällt doch die massive Blockbebauung von MAB ins Auge. Es geht doch nicht nur um benötigte Quadratmeterzahl der Bebauung, sondern auch um die Höhe der Bebauung. Da wurde nicht darüber gesprochen, aber es es wurden auf anderen Veranstaltungen Höhen von zwölf bis 14 Meter genannt. Das entspricht etwa der Höhe der auf der Südseite stehenden vierstöckigen Häuser. Das gilt auch für den Entwurf der investorengruppe 3W. Hier stellt sich auch die Frage, ob man bei dieser Anordnung der Bushaltestellen "komfortabel" umsteigen kann - wir werden alle älter. Und bei 3W gibt es keinen Blick mehr von der Neustadt zur Altstadt, das heißt, die Marienkirche ist von der Südseite nicht mehr zu sehen. Vom Behördenhaus ist auch nihcts mehr zu erkannen. Soviel zu historschen Gebäuden.
Ich komme auch nochmal auf die fehlenden Modelle zurück. Es ein sogenanntes "Einsatzmodell" von der Stadt Hanau, in das die jeweiligen Investorenmodelle eingesetzt werden können. Das müsste dann je nach Investor umgeändert werde, aber Fotografien hiervon würden die massive Bebauung von MAB und 3W genau aufzeigen. Di efehlenden Modelle wurden von mir bei der Haus- und Grund-Veranstaltung am 20. april gegenüber Projektleitzer Martin Bieberle angesprochen und auch bei der IGHA am 7.Mai wurde das Thema genannt (und notiert). Aber gesehen wurde noch keins! Man merkt die Absicht und ist verstimmt! Bei der IGHA-Veranstaltung sagte Professor Monheim, dass er sich zum Beispiel den alten Wassergraben, den es früher gab, wieder gut auf dem Platz vorstellen könnte. Das können wir uns auch gut vorstellen, doch nicht eine solch massive Bebauung, die auf das einzig historische Gebäude, das Behördenhaus, keine Rücksicht in Größe und Höhe nimmt und die Nord- und Südseite in eine "Häuserschlucht" verwandelt.
Durch die massive Grundwasserabsenkung wege der Tiefgarage (zweigeschossig?) werden die Platanen kaum überleben können. Das gilt für alle Bäume rund um den Freiheitsplatz - auch für die Bäume,die bei den Eigentümern in den Höfen stehen. Der Geschichtsverein hat formulieert: Der Platz sollte zurückhaltend und mit möglichst viel Freiraum bebaut werden - mit viel Grün (Bäume) und Wasser (siehe HA vom 111. April). Das genau sind die Wünsche der (leider) schweigenden Mehrheit. Auf diese Wünsche gehen nur zwei der Investoren ein: HBB und ECE.

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